Anlieferrichtlinien Wareneingang

1.Geltungsbereich

Die folgenden Richtlinien gelten für alle Kunden, deren Warenanlieferungen an die Lufapak GmbH und deren Standorte innerhalb Deutschlands gesendet werden.

Diese Anlieferrichtlinien sind Vertragsbestandteil unserer Dienstleistungen und sind zwingend einzuhalten. Sie gewähren eine ordnungsgemäße Warenannahme unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und ermöglichen eine korrekte Zuordnung von angelieferten Waren, sowie eine schnelle Zuführung zum jeweiligen Kunden Lagerbestand.

Diese Anlieferrichtlinien entbinden weder den Transporteur noch den Lieferanten von der Einhaltung gesetzlicher Transportbestimmungen.

Sie dienen der Regelung von Wareneingangsprozessen an allen Standorten der Lufapak GmbH. Es kann die jeweils gültige Fassung auf unserer Internetseite unter  www.lufapak.de eingesehen werden

Die Anlieferadressen sind ein wichtiger Bestandteil jeder Lieferung und sind korrekt an den jeweiligen Absender/Lieferanten weiterzugeben.

Lufapak GmbH

c/o Kundenname

Carl-Borgward-Straße 20

56566 Neuwied

Die Warenannahmezeiten sind werktags (Mo–Fr.) von 07:00-15:45 Uhr.

! Sorgen Sie dafür, dass der Frachtführer bei der Anmeldung den Kundennamen angeben kann !

2.Avisierung (ASN)

Anmeldung von Lieferungen

Generell ist jede Anlieferung mindestens 48 Stunden vor dem geplanten Anliefertermin anzumelden (zu avisieren).

Senden Sie hierfür für jede Lieferung (einzeln pro Sendung und Tag) die vereinbarten Anlieferungsdaten mit dem Template „import receiving avis ASN“  – über die abgestimmte  Schnittstelle und an den ebenfalls abgestimmten Email-Verteiler.

Eine Avisierung per Fax/Telefon ist nicht ausreichend.

Bitte beachten Sie, dass die Anmeldung einer Sendung die zu erwartenden Liefermengen enthalten soll und auch in der angekündigten Menge geliefert werden.

Im Falle von Anlieferungen per Container ist der Anlieferzeitpunkt im Vorfeld (mind. 7 Tage vor Wareneingang) mit unserem Support abzustimmen (inbound@lufapak.de / +49 2631 384 250). Eine Anlieferung ohne vereinbarten Lieferzeitpunkt kann zur Annahmeverweigerung oder zu kostenpflichtigen Standzeiten führen.

Terminverschiebungen sind durch eine Änderung der Liefertermine in der Warenanmeldung mind. 24 Stunden vor dem ursprünglichen Anliefertermin mitzuteilen. E-Mail an inbound@lufapak.de

Bitte achten Sie darauf, dass vor Anlieferung alle Artikelstammdaten an Lufapak via Datei (template item master), sowie die ASN (import receiving avis ASN) zu übertragen sind.

Fehlende Daten werden per Sonderaufwand abgerechnet. Pro fehlende Daten einer Lieferung werden 4,50€ berechnet.

Sie erhalten einen Online-Zugang zu unserer Kommunikationsdatenbank. Über diesen Zugang können wir sehr schnell und effektiv Anliefer-Differenzen oder auch Rücksendungen mit Ihnen zusammen bearbeiten.

Anlieferdifferenzen sowie fehlende Bestellnummern usw. werden über die Lufapak Kommunikationsdatenbank via „Lot Control oder auch LOT“  an Sie gemeldet und werden auch dort bearbeitet.

Sollten Waren aufgrund von fehlenden Daten nicht vereinnahmt werden können, werden diese in die „Klärzone“ Wareneingang gestellt. Bitte helfen Sie dabei auch diese offenen LOT’s direkt in der Datenbank zu klären

Die Erstellung eines LOT’s wird mit einer Pauschale von 2,50€ pro DLA (Dienstleistungsauftrag) in Rechnung gestellt

Bei Lufapak werden Plusdifferenzen nicht sofort im System verbucht.

Sie haben 24h Zeit über die Kommunikationsdatenbank mit uns zu klären, wie wir mit diesen Differenzen umgehen sollen. Nach diesen 24h werden Plusdifferenzen im Lufapak eigenem WMS (Warehouse Management System) manuell verbucht um den Wareneingang abschließen zu können.

Die Lagerkosten für ungeklärte Fälle belaufen sich auf 7,50 € pro Palette pro Tag und auf 3,00€ pro Karton pro Tag.

3. Anlieferung/Lieferdokumente

Es ist ausschließlich Freigut, verzollte Ware anzuliefern. Sollten im Einzelfall abweichende Vereinbarungen existieren, ist dies in der Bemerkung zur Warenanmeldung anzugeben.

Containerware benötigt eine Entgasungsbescheinigung (GFC: Gas Free Certificate).

Wir weisen darauf hin, dass für alle derzeitig angelieferten Warenströme für Gefahrgüter die aktuelle Fassung nach den Vorschriften des IATA/ICAO sowie des ADR -Kapitel 1.4 des ADR „Sicherheitspflichten der Beteiligten“ gilt, zugrunde gelegt wird.

Dies betrifft den Inverkehrbringer und somit auch den Anlieferer oder den in dessen Auftrag Handelnden. So gewährleistet der Anlieferer oder der in dessen Auftrag Handelnder, dass alle geforderten Pflichten ihm obliegen. Ein Haftungsanspruch gegenüber Dritten ist daher verwirkt. Wir verweisen vorsorglich auf die derzeitigen Gesetzesregelungen in den jeweiligen Verkehrsträgerarten im Gefahrgutgesetz hin.

Anlieferung mit Lieferschein des Lieferanten/Absenders

Im Falle einer Anlieferung durch Dritte mit Fremddokumenten ist ein Lieferschein oder eine Packliste mit den folgenden Angaben analog zur Warenanmeldung/Avisierung zwingend erforderlich:

  • Tatsächliche Absender bzw. Lieferantenadressdaten
  • Lufapak Kundenname
  • Ihre Bestell- oder Auftragsnummer (PO- Nummer)
  • Positionsdaten mit Lieferanten- Artikelnummern und Stückzahl

Alle Angaben auf den Lieferdokumenten müssen den Daten in der Warenanmeldung (ASN) entsprechen!

Fehlende ASN (Advance Shipping Notice, template import receiving avis) bedeutet manuellen Mehraufwand und wird pro Wareneingang zusätzlich abgerechnet.

Sollte der Wareneingang keine Warenbegleitpapiere enthalten, wird dies wie u.a. berechnet, da Ware ohne Lieferschein zu einer erheblichen Verzögerung der Prozesse führt.

Fehlende Lieferpapiere 4,50 € pro Lieferung

4.Beschaffenheit der Lieferpackstücke

Die angelieferten Pakete und Paletten unterliegen den folgenden Bestimmungen:

  • Versandlabel – Jedes Packstück muss ein Versandetikett mit korrekten Adressdaten (inkl. Lufapak Kundennamen) aufweisen, wodurch eine Zuordnung zum empfangenden Lagerkunden gewährleistet ist.
  • Die Absenderdaten auf den Versandlabels müssen identisch zu den Absenderadressdaten sein, die bei der Avisierung erfolgt sind. Die Etiketten sind außen, gut sichtbar an den Lieferpackstücken anzubringen

Lieferdokumente

Der Lieferschein/Warenbegleitschein ist außen an den Packstücken in einer handelsüblichen Sichttasche/Lieferscheintasche anzubringen.

Bei Palettenlieferungen auf die Längsseite des ersten Palettenpackstückes.

Bei Paketlieferungen auf die flächengrößte Seite des Paketes.

Der Lieferschein bzw. Warenbelgleitschein muss dabei Ihre Bestell- oder Auftragsnummer (PO-Nummer) als Referenz enthalten.

Paletten-Eigenschaften

Im Falle von Paletten- Lieferungen gelten folgende Maßgaben für die Einlagerung:

Paletten-Typ/ Gewicht

Euroflachpalette nach den offiziellen Tauschkriterien des Europäischen Paletten-Pools mit den Maßen von 120 x 80 cm (L x B). Das maximal Brutto-Gewicht einer angelieferten Paletten mit Waren darf nicht mehr als 1.000 kg betragen.

Euro Einwegpalette

Die Abmaße der Euro Einwegpalette von 120 x 80 cm (L x B) sind einzuhalten. Eine Baugleichheit zur Euroflachpalette ist unabdingbar.  Das maximale Brutto-Gewicht einer angelieferten Paletten mit Waren darf nicht mehr als 1.000 kg betragen.

Die Paletten dürfen keine Mängel aufweisen und müssen für eine Hochregallagerung in Quer- und Längsrichtung ohne Fachböden tauglich sein.  Eine Lagerung in Hochregalen mit mangelhaften Paletten oder auf Einwegpaletten ist aus Arbeitsschutzgründen nicht zulässig. Ein Umbau auf geeignete Paletten kann daher notwendig werden.

Stapelung/Schichtung

Die auf der Palette befindlichen Kartonagen/Artikel sind formbündig und versetzt zu stapeln, um eine sichere Lagerung im Sinne der Arbeitsschutzgesetze zu gewährleisten. Ein Umbau wird notwendig, sofern die Waren nicht sicher und versetzt gestapelt sind.

Überbauung

Seitlich überbaute oder zu hoch gebaute Paletten sind nicht zulässig.

Die maximale Höhe für die Lagerung beträgt 120 cm inkl. Palette. Eine Anlieferung mit höheren Maßen ist möglich, wird jedoch im Wareneingang umgebaut.

Sondermaße

Angelieferte Waren mit Sondermaßen sind erst nach individueller Freigabe/Abstimmung für die Anlieferung freigegeben. Bitte setzen Sie sich dazu mit unserem Support in Verbindung.

Umreifungsband

Paletten mit Metallbändern werden nicht angenommen.

Artikelsortierung

Artikelreine Gebinde: Packstücke werden nur sortenrein eingelagert. Artikelreine Anlieferungen werden empfohlen, sind jedoch nicht zwingend erforderlich.

Mischgebinde: Sofern eine Palette oder ein Paket nicht sortenrein angeliefert wird, sind Artikel im Gebinde eindeutig differenzierbar anzuordnen und zu beschriften

Wir empfehlen eine räumliche Trennung, eindeutige Beschriftungen und übersichtliche Anordnung!

Sollten Artikel über mehrere Packstücke verteilt sein oder die zu buchenden Mengen ohne weiteren Sortieraufwand nicht erfasst werden können, fallen zusätzliche Gebühren für Sortierung der Waren an (operativer Stundensatz).

5.Warenannahme

Im Wareneingang erfolgt bei Entladung/Warenannahme eine Prüfung hinsichtlich der folgenden Kriterien

  • Mengenkontrolle der WE-Packstücke.
  • Äußere Sichtkontrolle auf Beschädigungen mit Dokumentation sowie ggfs. Schadensbeschreibungen
  • Kontrolle und Prüfung der Begleitdokumente
  • Prüfung und Dokumentation über die Einhaltung der Anlieferrichtlinien
  • Stichprobenkontrolle der Liefermengen

Sofern Klärfälle oder Fragen zum angelieferten Gut auftreten, wird unser Wareneingang/Support Sie kontaktieren

Die Lagerkosten für ungeklärte Fälle belaufen sich auf 7,50 € pro Palette pro Tag und auf 3,00€ pro Karton pro Tag.

6.Palettentausch

Beim Tausch wird gefordert, dass Paletten den Tauschkriterien im Europäischen Paletten – Pool für Europaletten entsprechen. Der Paletten-Tausch erfolgt generell Zug -um- Zug bei Anlieferung. Wird kein Tausch vorgenommen, ist Lufapak von seiner Rückgabepflicht befreit, sofern der Nichttausch nicht von Lufapak zu vertreten ist (Beispiel: Frachtführer lehnt die Übernahme tauschfähiger Paletten ab.

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