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Ob bei einem Produktrückruf im Supermarkt oder der Qualitätsprüfung im Warenlager: Ein kleiner Code auf der Verpackung macht den entscheidenden Unterschied. Erfahren Sie, wie dieser alphanumerische Schlüssel die lückenlose Rückverfolgbarkeit in der gesamten Lieferkette sicherstellt.
Die Chargennummer ist ein eindeutiger alphanumerischer Code, der einer bestimmten Produktionsmenge zugewiesen wird und es ermöglicht, alle Produkte, die unter identischen Bedingungen hergestellt oder verpackt wurden, lückenlos durch die gesamte Lieferkette zurückzuverfolgen. Der Begriff Charge beschreibt dabei die Gesamtmenge eines Artikels, die in einem zusammenhängenden Produktionsprozess entstanden ist.
Eine Chargennummer besteht in der Regel aus einer Kombination von Buchstaben und Zahlen. Der genaue Aufbau variiert je nach Hersteller und Branche. Häufig enthält die Chargennummer Informationen zum Produktionsstandort, zum Herstellungsdatum und eine laufende Nummer zur eindeutigen Identifikation.
Ein Beispiel für eine typische Chargennummer wäre „NW-20260215-047“. Hier steht „NW“ für den Produktionsstandort, „20260215“ für das Herstellungsdatum und „047“ für die laufende Nummer der Charge an diesem Tag.
In der Praxis werden verschiedene Bezeichnungen synonym verwendet. Die Losnummer, Batch-Nummer und LOT-Nummer bezeichnen dasselbe Prinzip wie die Chargennummer. Alle diese Begriffe stehen für die eindeutige Kennzeichnung einer Produktionseinheit. Der Begriff Charge hat seinen Ursprung im Französischen und hat sich im deutschsprachigen Raum als Standardbezeichnung etabliert.
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Die Chargennummer ist auf nahezu jedem verpackten Produkt zu finden. Wie und wo sie platziert wird, hängt von der Produktart und der Branche ab.
Auf physischen Verpackungen befindet sich die Chargennummer häufig in der Nähe des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) oder des Barcodes. Bei Flaschen und Gläsern ist sie oft auf dem Deckel oder Etikett aufgedruckt. Bei Kartonverpackungen finden Sie die Chargennummer meist am Boden oder an der Seitenlasche.
Typische Kennzeichnungen auf dem Produkt sind „Ch.-B.“, „LOT“, „Batch“ oder „L“ gefolgt von der eigentlichen Nummer. Eine professionelle Etikettierung stellt sicher, dass die Chargennummer dauerhaft lesbar und korrekt positioniert ist.
In Warehouse-Management-Systemen (WMS) und ERP-Software wird die Chargennummer digital erfasst und jedem Artikel zugeordnet. Über Barcode- oder QR-Code-Scans lässt sich die Chargennummer beim Wareneingang, bei der Einlagerung und bei der Kommissionierung automatisch auslesen. So ist jederzeit nachvollziehbar, welche Charge sich an welchem Lagerplatz befindet.
Die Chargennummer erfüllt mehrere zentrale Funktionen in Produktion, Logistik und Handel. Sie ist weit mehr als eine bloße Kennzeichnung auf der Verpackung.
Der wichtigste Vorteil der Chargennummer ist die Rückverfolgbarkeit. Bei einem Qualitätsmangel lässt sich anhand der Chargennummer exakt eingrenzen, welche Produkte betroffen sind. Statt das gesamte Sortiment zurückzurufen, können Unternehmen gezielt die fehlerhafte Charge sperren und aus dem Verkehr ziehen.
In der Lagerwirtschaft ermöglicht die Chargenverwaltung zudem die Umsetzung des FEFO-Prinzips (First Expire, First Out). Produkte mit dem frühesten Verfallsdatum werden zuerst ausgelagert. Das minimiert Verderb und sichert die Produktqualität. Auch im Retourenmanagement spielt die Chargennummer eine Rolle, wenn retournierte Waren einer bestimmten Produktionscharge zugeordnet werden müssen.
Für zahlreiche Branchen ist die Vergabe einer Chargennummer gesetzlich vorgeschrieben. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Regelungen:
| Branche | Gesetzliche Grundlage | Chargenpflicht |
|---|---|---|
| Lebensmittel | EU-VO 178/2002 | Ja, verpflichtend |
| Pharma/Arzneimittel | EU-Richtlinie 2001/83/EG | Ja, verpflichtend |
| Kosmetik | EU-VO 1223/2009 | Ja, verpflichtend |
| Medizinprodukte | EU-MDR 2017/745 | Ja, verpflichtend |
| Technik/Elektronik | Keine einheitliche Pflicht | Freiwillig, empfohlen |
Chargennummer und Seriennummer werden häufig verwechselt, erfüllen jedoch unterschiedliche Zwecke. Die Chargennummer identifiziert eine gesamte Produktgruppe, die unter gleichen Bedingungen hergestellt wurde. Die Seriennummer hingegen kennzeichnet ein einzelnes, individuelles Produkt.
Während die Chargennummer typischerweise in der Lebensmittel-, Kosmetik- und Pharmabranche zum Einsatz kommt, findet die Seriennummer vor allem bei technischen Geräten, Maschinen und Fahrzeugen Anwendung. Bei der Garantieabwicklung wird über die Seriennummer das exakte Einzelstück identifiziert. Bei einem Produktrückruf hingegen grenzt die Chargennummer die gesamte betroffene Produktionsmenge ein.
| Merkmal | Chargennummer | Seriennummer |
|---|---|---|
| Identifiziert | Produktgruppe (Charge) | Einzelnes Produkt |
| Menge | Mehrere Einheiten | Immer Menge 1 |
| Typische Branchen | Lebensmittel, Kosmetik, Pharma | Elektronik, Maschinen, KFZ |
| Rückverfolgung | Chargenweise | Stückgenau |
| Garantieabwicklung | Über Charge | Über Einzelprodukt |
In der Fulfillment-Logistik ist die Chargenverwaltung ein fester Bestandteil des Tagesgeschäfts. Fulfillment-Dienstleister verarbeiten Produkte aus chargenpflichtigen Branchen wie Kosmetik, Nahrungsergänzungsmittel oder Medizinprodukte und müssen dabei die lückenlose Rückverfolgbarkeit gewährleisten.
Beim Wareneingang wird jede Charge erfasst und im Warehouse-Management-System hinterlegt. Bei der Kommissionierung stellt das System sicher, dass nach dem FEFO-Prinzip ausgelagert wird. So gelangen Produkte mit dem kürzesten Haltbarkeitsdatum zuerst in den Versand.
Mit über 25 Jahren Erfahrung und ISO 9001 zertifiziertem Qualitätsmanagement können wir eine zuverlässige Chargenverfolgung über die gesamte Lieferkette sicherstellen. Ob Einzelstückversand mit Chargennachweis oder Großmengen mit MHD-Tracking, unsere Prozesse passen sich an Ihre Anforderungen an. Wenn Sie einen Logistikpartner mit Erfahrung in der Chargenverwaltung suchen, kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung.
Eine Chargennummer ist ein eindeutiger alphanumerischer Code, der einer bestimmten Produktionsmenge zugewiesen wird. Sie ermöglicht die lückenlose Rückverfolgung aller Produkte, die unter identischen Bedingungen hergestellt wurden.
Eine Chargennummer lässt sich über das Warehouse-Management-System oder die ERP-Software des Herstellers zurückverfolgen. Der Code gibt Auskunft über Produktionsort, Herstellungsdatum und die gesamte Lieferkette der betroffenen Charge.
Die Chargennummer befindet sich meist auf dem Etikett, dem Verpackungsboden oder in der Nähe des Mindesthaltbarkeitsdatums. Sie ist häufig mit Kürzeln wie „Ch.-B.“, „LOT“, „Batch“ oder „L“ gekennzeichnet.
Die Chargennummer identifiziert eine gesamte Produktgruppe aus demselben Produktionsdurchlauf. Die Seriennummer hingegen kennzeichnet ein einzelnes Produkt und hat immer die Menge 1. Chargennummern sind typisch für Lebensmittel und Kosmetik, Seriennummern für Elektronik und Maschinen.