Kleinladungsträger

Von der Kommissionierung im E-Commerce bis zur Ersatzteilversorgung in der Automobilindustrie sorgen genormte Behälter für einen reibungslosen Materialfluss. Erfahren Sie, welche Standardgrößen es gibt, wie die VDA-Normen den Einsatz regeln und warum diese Behälter aus modernen Lagern nicht mehr wegzudenken sind.

Was ist ein Kleinladungsträger?

Ein Kleinladungsträger (KLT) ist ein genormter, wiederverwendbarer Kunststoffbehälter mit einer maximalen Grundfläche von 600 × 400 mm, der in Lager, Produktion und Logistik zum manuellen oder automatisierten Transport, zur Lagerung und zur Kommissionierung von Kleinteilen und Stückgütern eingesetzt wird. Als Mehrwegsystem bildet der Kleinladungsträger die Basis für einen effizienten Materialfluss in zahlreichen Branchen.

Aufbau und Material eines KLT

Kleinladungsträger bestehen überwiegend aus Polypropylen (PP), einem robusten und leichten Kunststoff. Dieses Material macht die Behälter temperaturbeständig in einem Bereich von minus 20 °C bis plus 100 °C. Die Behälter verfügen über ergonomische Hebegriffe für den manuellen Transport und eine spezielle Bodenstruktur, die sicheres Stapeln ermöglicht.

Die Wände eines KLT sind glatt oder mit Versteifungsrippen versehen. Durch die genormten Abmessungen lassen sich Kleinladungsträger in Regalsystemen, auf Fördertechnik und in automatisierten Kleinteilelagern einsetzen. In der Lagerwirtschaft gehören sie zu den am häufigsten verwendeten Ladungsträgern.

Bezeichnungen und Synonyme

Für den Kleinladungsträger existieren verschiedene Bezeichnungen. Im deutschsprachigen Raum sind die Begriffe Eurokiste, Euronormbehälter, Eurobox und KLT-Behälter geläufig. International wird häufig die englische Bezeichnung Small Load Carrier (SLC) verwendet. Die Abkürzung KLT hat sich branchenübergreifend als Standardbezeichnung etabliert.

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    Welche Kleinladungsträger Maße gibt es?

    Die Maße von Kleinladungsträgern sind durch VDA-Normen und DIN-Standards klar definiert. Diese Normung gewährleistet, dass KLT-Behälter verschiedener Hersteller untereinander kompatibel sind.

    VDA-Normen für Kleinladungsträger

    Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat mit der Norm VDA 4500 ein Kleinladungsträger-System für Schüttgüter definiert. Die ergänzende Norm VDA 4504 regelt Spezifikationen für elektrostatisch ableitende Behälter, die vorrangig für elektronische Bauteile vorgesehen sind. Beide Normen legen Anforderungen an Maße, Material, Farbe und Kennzeichnung fest.

    Die KLT-Grundflächen sind so gestaltet, dass sie optimal auf die Europalette (1200 × 800 mm) abgestimmt sind. Dadurch lässt sich die Palettenoberfläche ohne Verschnitt vollständig nutzen.

    Standardgrößen im Überblick

    Der VDA-Standard sieht drei Grundflächen vor, die jeweils in verschiedenen Höhen erhältlich sind.

    Bezeichnung Grundfläche (L × B) Höhe Einsatzbereich
    KLT 3214 300 × 200 mm 147 mm Sehr kleine Teile, Schrauben
    KLT 4314 400 × 300 mm 147 mm Kleine Bauteile, Zubehör
    KLT 4321 400 × 300 mm 213 mm Mittlere Teile, Elektronik
    KLT 4328 400 × 300 mm 280 mm Größere Einzelteile
    KLT 6414 600 × 400 mm 147 mm Flache Teile, Verpackungen
    KLT 6421 600 × 400 mm 213 mm Standardkommissionierung
    KLT 6428 600 × 400 mm 280 mm Großvolumige Kleinteile

    Welche Typen von Kleinladungsträgern gibt es?

    Neben den Standardgrößen unterscheiden sich Kleinladungsträger auch in ihrer Bauart. Je nach Einsatzzweck kommen verschiedene Typen zum Einsatz.

    VDA-Behältertypen im Überblick

    Der R-KLT verfügt über einen Verbundboden mit verteilten Stapelfüßen. Diese Konstruktion gewährleistet einen kippsicheren Stand und sichert die Behälter im Verbund untereinander. R-KLT-Behälter eignen sich besonders für automatisierte Fördersysteme und Hochregallager.

    Der RL-KLT besitzt einen glatten Boden und wird bevorzugt dort eingesetzt, wo Produkte empfindlich auf Bodenstrukturen reagieren. Faltbare Kleinladungsträger lassen sich im leeren Zustand platzsparend zusammenklappen. Das reduziert das Transportvolumen bei Leerfahrten erheblich. Im Ersatzteilmanagement der Automobilindustrie gehören VDA-konforme Kleinladungsträger zur Standardausstattung.

    ESD-Kleinladungsträger für Elektronik

    Für den Transport elektronischer Bauteile definiert die VDA-Norm 4504 spezielle ESD-Kleinladungsträger (Electrostatic Discharge). Diese Behälter sind elektrostatisch ableitend gefertigt und schützen empfindliche Komponenten vor Beschädigungen durch statische Entladung. ESD-Kleinladungsträger sind in der Regel schwarz eingefärbt und entsprechen den Anforderungen der Norm DIN EN 61340.

    Kleinladungsträger und Großladungsträger im Vergleich

    Kleinladungsträger und Großladungsträger (GLT) bilden gemeinsam die Basis für den Materialfluss in Lager und Produktion. Beide Behältertypen erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

    Der Kleinladungsträger ist für die manuelle oder automatisierte Handhabung von Kleinteilen konzipiert. Seine maximale Grundfläche beträgt 600 × 400 mm, das Maximalgewicht liegt bei etwa 20 kg. Großladungsträger hingegen beginnen ab einer Grundfläche von 800 × 600 mm und werden mit Flurförderzeugen oder Staplern bewegt.

    In der Praxis ergänzen sich beide Systeme. Kleinladungsträger werden häufig in Großladungsträgern konsolidiert, um den Transport größerer Mengen zu ermöglichen. Diese mehrstufige Behälterhierarchie sorgt für durchgängige Materialflüsse vom Kleinteil bis zur Palette.

    Merkmal Kleinladungsträger (KLT) Großladungsträger (GLT)
    Grundfläche Max. 600 × 400 mm Ab 800 × 600 mm
    Tragfähigkeit Bis ca. 20 kg Bis mehrere hundert kg
    Handhabung Manuell oder automatisiert Flurförderzeug/Stapler
    Einsatz Kleinteile, Kommissionierung Großteile, Palettentransport
    Typisches Material Polypropylen Kunststoff, Metall, Holz

    Kleinladungsträger in der Fulfillment-Logistik

    In der Fulfillment-Logistik sind Kleinladungsträger ein unverzichtbares Arbeitsmittel. Fulfillment-Dienstleister nutzen KLT-Behälter in nahezu jedem Prozessschritt, von der Einlagerung über die Kommissionierung bis zum Versand.

    Besonders bei der Pick & Pack Kommissionierung spielen Kleinladungsträger ihre Stärken aus. Einzelne Bestellungen werden in KLT zusammengestellt, bevor sie verpackt und versendet werden. Die genormten Maße ermöglichen eine effiziente Nutzung der Regalflächen und eine schnelle Zuordnung der Artikel.

    Mit einer Kapazität von über 100.000 Kleinladungsträgern und mehr als 20.000 qm Lagerfläche können wir flexibel auf unterschiedliche Auftragsgrößen reagieren. Ob Einzelstückkommissionierung oder Set-Bildung aus mehreren KLT, unsere Prozesse sind auf effiziente Kleinteillogistik ausgerichtet. Wenn Sie einen Logistikpartner mit leistungsfähiger KLT-Infrastruktur suchen, kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung.

    Häufig gestellte Fragen zum Kleinladungsträger

    Was ist ein Kleinladungsträger?

    Ein Kleinladungsträger (KLT) ist ein genormter Kunststoffbehälter mit einer maximalen Grundfläche von 600 × 400 mm. Er wird in Lager, Produktion und Logistik zur Aufbewahrung, zum Transport und zur Kommissionierung von Kleinteilen und Stückgütern verwendet.

    Welche Maße hat ein Kleinladungsträger?

    Die VDA-Norm definiert drei Grundflächen für Kleinladungsträger: 300 × 200 mm, 400 × 300 mm und 600 × 400 mm. Je nach Grundfläche stehen Höhen von 147 mm, 213 mm und 280 mm zur Verfügung. Alle Maße sind auf die Europalette (1200 × 800 mm) abgestimmt.

    Wofür steht die Abkürzung KLT?

    KLT steht für Kleinladungsträger. Der Begriff bezeichnet genormte Kunststoffbehälter, die als Mehrwegsystem in Lager und Logistik eingesetzt werden. Weitere gängige Bezeichnungen sind Eurokiste, Euronormbehälter oder Eurobox.

    Was ist der Unterschied zwischen KLT und GLT?

    Der Kleinladungsträger (KLT) hat eine maximale Grundfläche von 600 × 400 mm und wird manuell oder automatisiert gehandhabt. Der Großladungsträger (GLT) beginnt ab 800 × 600 mm und wird mit Staplern oder Flurförderzeugen bewegt. KLT eignen sich für Kleinteile, GLT für größere Waren und Palettentransport.

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