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Wer die eigenen Lagerkosten nicht kennt, kann sie nicht steuern. Hier erfahren Sie, welche Kostenarten in die Lagerhaltung einfließen, wie Sie Lagerkosten berechnen und mit welchen Stellschrauben Sie Ihre Lagerhaltungskosten gezielt senken.
Lagerkosten sind sämtliche Aufwendungen, die durch die Aufbewahrung von Waren, Rohstoffen oder Fertigprodukten in einem Lager entstehen, und umfassen fixe Lagerkosten wie Miete und Abschreibungen sowie variable Lagerkosten wie Personal, Energie und Kapitalbindung, die zusammen den wirtschaftlichen Aufwand der Lagerhaltung bestimmen.
Im Sprachgebrauch werden Lagerkosten und Lagerhaltungskosten häufig synonym verwendet. Beide Begriffe meinen die Gesamtheit aller Kosten, die mit der Vorhaltung von Beständen verbunden sind. Lagerkosten bilden in den meisten Unternehmen den größten Einzelposten innerhalb der Logistikkosten:
Genau deshalb ist die transparente Erfassung und regelmäßige Berechnung der Lagerkosten so entscheidend. Nur wer weiß, wo die Kosten entstehen, kann gezielt optimieren und die eigene Wettbewerbsfähigkeit stärken.
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Bei der Berechnung von Lagerkosten ist die Unterscheidung zwischen fixen und variablen Lagerkosten grundlegend. Fixe Lagerkosten fallen unabhängig vom Lagerbestand an, variable Lagerkosten steigen oder sinken mit der Menge der eingelagerten Waren.
Zu den fixen Lagerkosten zählen unter anderem:
Diese Kosten bleiben konstant, egal ob das Lager zu 30 oder 90 Prozent ausgelastet ist. In Deutschland liegt die durchschnittliche Spitzenmiete für moderne Logistikhallen aktuell bei rund 7,60 EUR pro Quadratmeter und Monat.
Variable Lagerkosten verändern sich mit dem Lagerumfang und der Aktivität im Lager:
Personalkosten sind mit 40 bis 55 Prozent der größte Einzelposten unter den Lagerhaltungskosten.
Eine oft unterschätzte Komponente der Lagerkosten sind die Kapitalbindungskosten. Jeder Euro, der in Lagerbeständen gebunden ist, steht nicht für Investitionen oder andere Geschäftszwecke zur Verfügung. Üblich ist eine Kalkulation mit 5 Prozent Zinssatz auf den durchschnittlichen Lagerwert. Hinzu kommen Risikokosten durch Schwund, Verderb, Beschädigung oder Überalterung der Ware.
| Kostenart | Typ | Beispiele | Typischer Anteil |
|---|---|---|---|
| Personalkosten | variabel | Kommissionierer, Lagerverwaltung | 40 bis 55 % |
| Raumkosten | fix | Miete, Reinigung, Grundsteuer | 20 bis 26 % |
| Abschreibungen | fix | Regale, Stapler, Fördertechnik | 6 bis 14 % |
| Kapitalbindung | variabel | Zinskosten auf gebundenes Kapital | 5 bis 12 % |
| Versicherungen | fix | Waren-, Gebäudeversicherung | 2 bis 9 % |
| Sonstige Kosten | variabel | Energie, EDV, Verpackung | 3 bis 8 % |
Die Berechnung der Lagerkosten erfolgt in zwei Schritten. Zunächst werden alle Kostenarten summiert, anschließend wird der Lagerkostensatz als Prozentwert ermittelt.
Die Gesamtlagerkosten ergeben sich aus der Addition aller Einzelpositionen:
Lagerkosten gesamt = Raumkosten + Personalkosten + Kapitalbindungskosten + Abschreibungen + Versicherungen + sonstige Kosten
Der Lagerkostensatz setzt die gesamten Lagerkosten ins Verhältnis zum durchschnittlichen Lagerwert:
Lagerkostensatz (%) = Lagerkosten gesamt ÷ durchschnittlicher Lagerwert × 100
Den durchschnittlichen Lagerwert berechnen Sie wie folgt:
Durchschnittlicher Lagerwert = (Anfangsbestand in EUR + Endbestand in EUR) ÷ 2
Rechenbeispiel: Ein Handelsunternehmen hat folgende jährliche Lagerhaltungskosten:
| Position | Betrag |
|---|---|
| Personalkosten (3 Lagermitarbeiter) | 18.000 EUR |
| Raumkosten (Miete, Energie, Reinigung) | 10.500 EUR |
| Abschreibungen (Regale, Stapler) | 6.200 EUR |
| Kapitalbindung (5 % auf Ø Lagerwert) | 5.000 EUR |
| Versicherungen | 2.400 EUR |
| Sonstige Kosten (EDV, Verpackung) | 1.900 EUR |
| Lagerkosten gesamt | 44.000 EUR |
Der Lagerbestand beträgt zum Jahresanfang 180.000 EUR und zum Jahresende 220.000 EUR. Der durchschnittliche Lagerwert liegt damit bei 200.000 EUR.
Lagerkostensatz = 44.000 ÷ 200.000 × 100 = 22 Prozent
Damit zeigt der Lagerkostensatz Optimierungspotenzial, da der Richtwert bei 15 Prozent oder darunter liegt.
| Lagerkostensatz | Bewertung |
|---|---|
| Unter 15 % | Gut optimiert |
| 15 bis 25 % | Branchenüblich, Optimierungspotenzial vorhanden |
| Über 25 % | Deutlicher Handlungsbedarf |
Mehrere Stellgrößen bestimmen, wie hoch Ihre Lagerkosten tatsächlich ausfallen:
Der wirksamste Hebel zur Senkung von Lagerkosten ist die Reduzierung des durchschnittlichen Lagerbestands ohne Einbußen bei der Lieferfähigkeit. Folgende Maßnahmen haben sich in der Praxis bewährt:
Für viele Unternehmen ist die Auslagerung der Lagerhaltung an einen Fulfillment-Dienstleister eine wirtschaftliche Alternative zum Eigenlager. Statt fixer Lagerkosten für Miete, Personal und Infrastruktur zahlen Sie variable Kosten pro Palette und Monat.
Bei einem externen Dienstleister wie Lufapak profitieren Sie von Skaleneffekten, die ein einzelnes Unternehmen allein nicht erreichen kann. Über 20.000 Quadratmeter Lager- und Logistikfläche in Neuwied, ISO 9001 zertifizierte Prozesse und eine flexible Skalierung nach Bedarf machen fixe Lagerkosten zu planbaren, variablen Kosten. Wenn Sie Ihre Lagerhaltungskosten senken und gleichzeitig die Lieferqualität verbessern möchten, sprechen Sie uns an.
| Eigenlager | Fulfillment-Outsourcing |
|---|---|
| Hohe fixe Lagerkosten (Miete, Personal, Infrastruktur) | Variable Kosten pro Palette und Monat |
| Eigene Investition in Lagerausstattung nötig | Nutzung bestehender Infrastruktur |
| Kapazität bei Schwankungen schwer anpassbar | Flexible Skalierung nach Bedarf |
| Volle Kontrolle über alle Prozesse | Professionelle Prozesse durch spezialisierten Dienstleister |
Zu den Lagerkosten zählen Raumkosten wie Miete und Energie, Personalkosten für Lagermitarbeiter, Abschreibungen auf Lagereinrichtung und Fördertechnik, Kapitalbindungskosten auf den gebundenen Warenbestand, Versicherungen sowie Risikokosten durch Schwund, Verderb oder Überalterung.
Die Berechnung der Lagerkosten erfolgt durch Addition aller lagerbezogenen Kostenarten. Den Lagerkostensatz berechnen Sie, indem Sie die gesamten Lagerkosten durch den durchschnittlichen Lagerwert teilen und mit 100 multiplizieren. Das Ergebnis zeigt die Lagerkosten als Prozentsatz des Warenwerts.
Fixe Lagerkosten wie Miete, Abschreibungen und Versicherungen fallen unabhängig von der Lagermenge an. Variable Lagerkosten wie Personal, Energie und Verpackungsmaterial steigen oder sinken mit der Menge der eingelagerten und bewegten Waren.
Effektive Maßnahmen sind die Bestandsoptimierung durch Kennzahlensteuerung, die Reduzierung von Überbeständen, die Nutzung von Shared Warehousing oder das Outsourcing an einen Fulfillment-Dienstleister. Durch variable Abrechnung pro Palette oder Auftrag werden fixe Lagerhaltungskosten in planbare, mengenabhängige Kosten umgewandelt.
Lagerkosten sind ein Teilbereich der Logistikkosten. Während Lagerkosten nur die Aufwendungen für die Aufbewahrung von Waren umfassen, beinhalten Logistikkosten zusätzlich Transport, Verpackung, Kommissionierung, IT-Systeme und administrative Aufwendungen der gesamten Lieferkette.