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Von der Serienfertigung bis zum individuellen Einzelstück spielt die Frage nach der richtigen Menge eine zentrale Rolle in jedem Produktions- und Logistikprozess. Erfahren Sie, welche Faktoren die wirtschaftliche Menge bestimmen und warum dieses Thema auch für die Lagerhaltung entscheidend ist.
Die Losgröße bezeichnet die Menge gleichartiger Produkte oder Teile, die in einem Produktionsprozess ohne Unterbrechung direkt hintereinander gefertigt, transportiert oder gelagert wird, bevor eine Umrüstung auf ein anderes Produkt erfolgt. In der Logistik wird häufig auch von einer Charge oder einem Batch gesprochen, während in der Produktion der Begriff Serie geläufig ist.
In der Fertigung bestimmt die Losgröße, wie viele Einheiten eines Produkts in einem zusammenhängenden Produktionsdurchlauf hergestellt werden. Zwischen zwei verschiedenen Produktionsaufträgen muss die Maschine umgerüstet werden. Dieser Vorgang verursacht Rüstkosten und Rüstzeiten.
Je größer die Losgröße, desto seltener fallen Umrüstungen an. Gleichzeitig steigen bei großen Losgrößen die Lagerkosten, da die produzierten Einheiten bis zum Verkauf zwischengelagert werden müssen. Dieser Zielkonflikt zwischen Rüstkosten und Lagerkosten bildet die Grundlage der Losgrößenplanung.
In der Logistik bezieht sich die Losgröße auf die Menge an Waren, die gemeinsam gelagert, kommissioniert oder transportiert werden. Ein Los kann eine Palette mit identischen Artikeln ebenso umfassen wie eine definierte Stückzahl in einem Kleinladungsträger.
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Die Wahl der richtigen Losgröße beeinflusst die Effizienz der Lagerwirtschaft erheblich. Sie wirkt sich auf Einlagerung, Bestandsführung und Kommissionierung aus und bestimmt, wie wirtschaftlich ein Lager betrieben werden kann.
Die Bestimmung der optimalen Losgröße zielt darauf ab, den Punkt zu finden, an dem die Summe aus Rüstkosten und Lagerkosten am geringsten ist. Verschiedene mathematische Modelle unterstützen diese Kalkulation.
Das bekannteste Verfahren zur Berechnung der optimalen Losgröße ist die Andlersche Formel. Sie lautet:
Optimale Losgröße = √((200 × Jahresbedarf × Rüstkosten) / (Stückkosten × Lagerhaltungskostensatz))
Die Formel setzt einen gleichmäßigen Bedarf voraus und eignet sich besonders für Produktionsumgebungen mit konstantem Absatz. Das Ergebnis zeigt die Losgröße, bei der die Gesamtkosten minimal sind.
Mehrere Faktoren beeinflussen die Wahl der Losgröße:
Neben diesen quantitativen Größen spielen auch Lieferzeiten, Nachfrageschwankungen und die Flexibilität der Produktionsanlagen eine Rolle bei der Bestimmung der optimalen Losgröße.
Für die Losgrößenplanung stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Sie lassen sich grundsätzlich in statische und dynamische Methoden unterteilen.
Statische Verfahren gehen von einem konstanten Bedarf aus und ermitteln eine gleichbleibende Losgröße für den gesamten Planungszeitraum. Die Andlersche Formel ist das bekannteste statische Verfahren. Auch das Stückkostenverfahren gehört in diese Kategorie und minimiert die Kosten pro gefertigtem Stück.
Dynamische Verfahren berücksichtigen schwankende Bedarfsmengen über mehrere Perioden. Sie passen die Losgröße an die tatsächliche Nachfrage an und liefern bei ungleichmäßigem Bedarf genauere Ergebnisse.
| Verfahren | Typ | Beschreibung | Einsatzgebiet |
|---|---|---|---|
| Andlersche Formel | Statisch | Gleichbleibende Losgröße auf Basis von Rüst- und Lagerkosten | Konstanter Bedarf |
| Stückkostenverfahren | Statisch | Minimierung der Kosten pro Stück | Einfache Kalkulation |
| Silver-Meal | Dynamisch | Minimierung der Durchschnittskosten pro Periode | Schwankender Bedarf |
| Wagner-Whitin | Dynamisch | Mathematisch exakte Gesamtkostenoptimierung | Stark schwankender Bedarf |
Losgröße 1 beschreibt die Fertigung einzelner Produkte nach individueller Kundenspezifikation. Statt eine größere Menge identischer Artikel herzustellen, wird jedes Stück einzeln und auf Bestellung produziert. Dieses Konzept gewinnt im Zeitalter von Industrie 4.0 zunehmend an Bedeutung.
Losgröße 1 bietet klare Vorteile. Unternehmen erzielen maximale Individualisierung, reduzieren Lagerbestände und reagieren flexibel auf Kundenwünsche. Überproduktion wird vermieden und Ressourcen lassen sich gezielter einsetzen.
Den Vorteilen stehen Herausforderungen gegenüber. Häufige Umrüstungen erhöhen die Rüstkosten und die Komplexität der Produktionsplanung. Ohne durchdachte Prozesse und digitale Unterstützung können längere Durchlaufzeiten entstehen.
Moderne Technologien wie 3D-Druck, vernetzte Fertigungssysteme und automatisierte Produktionsplanung machen Losgröße 1 zunehmend wirtschaftlich. Digitale Zwillinge und Echtzeitdaten ermöglichen es, Einzelstücke nahezu zu den Kosten einer Serienfertigung herzustellen.
Auch in der Lohnverpackung und Konfektionierung zeigt sich dieser Trend. Individuelle Verpackungslösungen für kleine Stückzahlen bis hin zur Einzelverpackung sind heute effizient umsetzbar.
In der Fulfillment-Logistik spielt die Losgröße eine besondere Rolle. Fulfillment-Dienstleister verarbeiten täglich Aufträge mit unterschiedlichsten Losgrößen. Das Spektrum reicht vom einzelnen Paket im E-Commerce bis zur palettenweisen Großbestellung im B2B-Bereich.
Die Losgröße beeinflusst die gesamte Prozesskette von der Einlagerung über die Kommissionierung bis zum Versand. Kleine Losgrößen erfordern effiziente Pick-and-Pack-Prozesse, während große Lose eine durchdachte Lagerplatzplanung voraussetzen.
Mit über 25 Jahren Erfahrung und mehr als 20.000 qm Lagerfläche können wir flexibel auf unterschiedliche Losgrößen reagieren. Ob Einzelstückversand oder Großserienabwicklung mit über 30.000 Palettenstellplätzen, unsere Prozesse passen sich an Ihre Anforderungen an. Wenn Sie einen Logistikpartner suchen, der verschiedene Losgrößen effizient abwickelt, kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung.
Eine Losgröße ist die Menge gleichartiger Produkte, die in einem zusammenhängenden Fertigungsdurchlauf ohne Unterbrechung hergestellt wird. In der Logistik bezeichnet sie die Menge an Waren, die gemeinsam gelagert oder transportiert werden.
Die optimale Losgröße lässt sich mit der Andlerschen Formel berechnen. Diese setzt Jahresbedarf, Rüstkosten, Stückkosten und Lagerhaltungskostensatz ins Verhältnis. Das Ergebnis zeigt die Losgröße mit den geringsten Gesamtkosten aus Rüst- und Lageraufwand.
Die Bestimmung der optimalen Losgröße senkt die Produktions- und Lagerkosten erheblich. Eine zu kleine Losgröße verursacht hohe Rüstkosten, eine zu große Losgröße treibt die Lagerhaltungskosten in die Höhe. Die richtige Balance minimiert die Gesamtkosten.